Bearbeiten | QuickEdit | Löschen | Anschauen

„Chymetika“

beschreibt als Wort Alchemie und das Hermetica gleichermaßen.

Fotos: Jessica PrautschPhotography

3 D und 2 D Bearbeitung: Helge Henning helge.henning@weizenkeim.org

Visagistin: Pamela Dansoh

Schuhe: Alina Schürfeld

Modedesign und Art-Direction: Maja Daphne Holzborn

 

Etwas, das gleichzeitig fließt und fest abgeschlossen ist.

CHYMETIKA by Maja Daphne Holzborn

Die Kollektion Chymetika ist inspiriert von der Suche nach spirituellem Wissen über die sichtbare und die unsichtbare Welt. Alles wandelt sich oder ist wandelbar. Als Ausdruck dafür hat die Designerin Al-Chymie und Hermetik in dem Kunstwort Chymetika verschmolzen.
Ähnlich wie der Alchemist Blei in Gold transmutiert, stellen die Outfits eine Verwandlung dar. Das Ziel ist die Erlösung von der Materie.
Denn das Leben selber ist ein steter Wandel, worin der spirituelle Mensch auf die Erlösung hofft.

Die Kollektion beginnt mit der Verführung zum Leben, geht über in die Lebensreise mit all ihren Gefahren und Geschenken, hat die Umwandlung als Höhepunkt, um schließlich zu etwas ganz Neuem zu werden.
Bei Chymetika wird die Verführerin und Verführte eigentlich erst zum Leben erweckt.
Der Textildruck „Alchemistral Romance“ aus der dazugehörigen Printkleid-Kollektion erzählt von der Liaison zwischen Mensch und beeinflussbarer Chemie.

Sie macht sich wahlweise auf den Weg als eine Kämpferin im Drachenkleid oder mit der Ironie eines Harlekin im Flaggenkleid.
Beide Gestalten sind vom Mittelalter inspiriert. Der Drachentöter ist im Textildruck der dazugehörenden Printkleiderkollektion im „Ladies Knights“ vertreten und kämpft hier gegen den inneren Drachen, das Kleid wiederum verkörpert die symbolische Stärke von Drachen und gibt ihm eine eigene Macht. Auf dem Print treten auch mythische Gestalten wie das Einhorn, die Jungfrau, Edeldame, die Taube und sogar der Tod auf.
Als Hofnarr scheint sie einerseits eine Verbindung zum Schamanen darzustellen, in Form eines glitzernden Flaggenkleides steht sie allerdings sportlich hinter ihrem geliebten Ritter beim Turnier, sie hält nicht nur seine Fahne, sie ist selbst zu einer Fahne geworden.

Schließlich verwandelt sie sich doch. Schwarz und Haut-farben verläuft alles wie Öl an ihrem Körper herunter und zeigt die Endphase der Transformation. Am Kleidersaum bildet sich ein glitzernder Rand. Die Kolben und Gefäße sind gefüllt von einer duftenden Flüssigkeit, von welcher sie ganz benebelt ist. Sie legt sich nieder in dem Blumenmeer der Nächte vom Print „Les Fleurs Des Nuits“. Die Verwandlung lässt sie zu einer Blume der Nacht werden.
„Les Fleurs Des Nuits“ ist wiederum ein eigener von der der Designerin kreierte Textildruck aus der dazugehörigen Printkleid-Kollektion.

Als Schamanin wird sie gleichzeitig Mensch, Flora und Fauna und symbolisiert diese Verbindung zur spirituellen Welt mit ihrer Fuchsmaske.
Der glitzernde, farbig bestickte Körper scheint fast strukturlos den Körper zu verzieren, um jede gewünschte Form anehmen zu können. Gleichzeitig scheint sie nicht von dieser Welt, sie ist zu einer Königin geworden.
Im Endstadium aber wird sie schließlich zu purem Gold.

 

Fotos: Heiner Lüpke

Haare & Make-Up-Artistin: Hoky Siswan

Schmuck: Jonathan Johnson Jewelry

Model: Iwana Matthesen Modelmanagement

Zum Thema Alchemie steht im Brockhaus folgendes geschrieben:

Alchemie, Alchimie, Alchymie (arab. Artikel al und grch. Chyma »Guss«), die, entstand im 2./3. Jahrhundert im griechisch sprechenden Ägypten und